Sony Alpha 6000 im Jahr 2020

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Nur für diesen Test habe ich mir eine der günstigsten gebrauchten Exemplare der Sony A6000 auf Willhaben gekauft. ( Willhaben ist sowie Ebay Kleinanzeigen nur für uns Österreicher ;-)) Wie die Kamera im Praxistest abschneidet und ob ich sie auch noch im Jahr 2023 empfehlen würde erfährst du in diesem Beitrag.

Das Wichtigste in Kürze:

Die Sony Alpha 6000 ist unserer Meinung nach eine der besten Einsteiger Kameras, die es am Markt gibt. Besonders positiv im Test zeigen sich der APS-C Sensor, die Bildqualität und die kompakte Größe. Ganz ohne Schwächen kommt die Kamera aber nicht aus und hier ist uns die nicht immer intuitive Bedienung, der ungünstig platzierte Sucher sowie das Display, das recht klein ist, leicht spiegelt und nicht das schärfste ist am negativsten aufgefallen.

Insgesamt ist die Sony Alpha 6000 eine sehr gute Kamera die sich an manchen Ecken aber doch Schwächen erlaubt. Wer einen günstigen Einstieg in die ambitioniertere Fotografie sucht oder auch filmen mag ist mit der Kamera sehr gut bedient.
Kamerakinder
Für uns ist die A6000 der klare Preis/Leistungssieger in der Kategorie und auf alle Fälle eine Empfehlung wert!

EINLEITUNG
Die Sony Alpha 6000 ist seit 2014 am Markt und die Produktfamilie um die A6000 ist mittlerweile ebenfalls sehr groß. Für viele stellt sich daher die Frage: Lohnt sich die Sony a6000 im Jahr 2022 / 2023 noch? Im heutigen Beitrag möchte ich deshalb genau diese Frage beantworten. Wir haben für unsere professionellen Aufträge die Sony A7III, Sony a7s und auch die a6500 im Einsatz. Wir haben uns jetzt die a6000 besorgt um für euch ein paar Tests durchzuführen. Im Beitrag werde ich auf die Foto- und Videofunktion eingehen, die Vor- und Nachteile erläutern und erklären für was ich die Kamera einsetzen würde, beziehungsweise wem ich sie empfehlen würde. Starten wir direkt mit dem Sensor:
SENSOR
Der APS C Sensor liefert 24 Megapixel und das ist für die meisten Anwendungen mehr als ausreichend. Selbst wenn du vor hast größer zu Drucken dann bekommt man hier alles geliefert was man so braucht. Für Social Media oder Internet reicht die Qualität sowieso. Der Sensor, also das Kernstück der Kamera, ist auch der Punkt der am meisten für die Kamera spricht und warum selbst professionelle Landschaftsfotografen mit der a6000 fotografieren. Im Laufe der Modellpflege wurden zwar viele Funktionen erweitert aber der Sensor ist selbst beim neuen Topmodell der a6600 nahezu ident. Der wesentliche Vorteil, der sich durch die a6000 im Gegensatz zu einem Smartphone bietet, ist die Größe des Sensors. Ein größerer Sensor bietet ein viel besseres Rauschverhalten, da einfach die Pixel viel größer sind. Am stärksten fällt das natürlich bei schlechten Lichtverhältnissen auf, aber selbst bei Tageslicht oder wenn es ums Drucken geht spielt die a6000 hier ihre Stärken aus.
FOTOFUNKTIONEN
Der Sensor ist leider nicht stabilisiert, was im Fotobetrieb nicht ganz so tragisch ist im Videobetrieb aber doch stören kann. Die Bildqualität spricht also für die Kamera und ist selbst im Jahre 2023 mehr als ausreichend. Gerade für Einsteiger ist bei den Fotofunktionen alles an Board was man so braucht. Wem Funktionen fehlen der kann sich im Playmemories Store umsehen und zum Beispiel Apps wie Zeitraffer, Doppelbelichtung oder auch Sternenspuren ergänzen. Das ist zwar ein schönes Service bei anderen Herstellern sind die Funktionen aber oft schon an Board also für mich nicht wirklich Kundenfreundlich gelöst, da man erst wieder Geld ausgeben muss.
 
Eine der Stärken sowohl im Videobetrieb aber auch im Fotobetrieb ist natürlich der tolle Autofokus. Für viele Anwendungen ist der mehr als ausreichend und man bekommt super Ergebnisse. Selbst ein Single Augenautofokus der gerade bei Portraits sehr hilfreich ist ist mit an Board. Wer jetzt allerdings schon mit dem Autofokus der neueren Generationen gearbeitet hat wird doch einen Unterschied merken. Einerseits wurden sehr viele tolle Features wie kontinuierlicher Augenautofokus und Fokustracking ergänzt andererseits sind mehr Fokuspunkte am Sensor was die Leistung verbessert. Für mich nicht unbedingt ein Punkt der gegen die a6000 spricht, aber für manche Anwendungen sicher kein Vorteil, dazu später mehr.
BILDQUALITÄT (BEISPIELBILDER) 
VIDEOFUNKTIONEN
Die A6000 liefert Videos mit einer Auflösung von bis zu 1080p oder auch FullHD genannt. Je nach Wahl der Region kannst du in 25 oder 50 Bildern pro Sekunde oder 24,30 und 60 Bildern pro Sekunde filmen. Wesentlichen Einfluss auf die Qualität der Aufnahmen hat das Dateiformat und wenn du großen Wert auf die beste Qualität legst solltest du immer in XAVC S, dadurch kann man bis zu 50 Mbit pro Sekunde speichern. Mittlerweile dreht sich beim Thema Video schon sehr viel um 4K Aufnahmen, gerade im privaten Bereich finde ich Full HD aber mehr als ausreichend und die Qualität der a6000 kann sich hier druchaus sehen lassen.
 
Wie bereits erwähnt hat die Kamera keine Bildstabilisierung, was gerade bei Videoaufnahmen störend sein kann. Man kann sich zwar dadurch helfen, dass man stabilisierte Objektive kauft, die man am Zusatz OSS erkennt. Das steht für Optical Steady Shot, mir gefallen die Ergebnisse allerdings besser wenn der Sensor stabilisiert ist. Es ist aber auch möglich mit stabilisierten Objektiven schöne unverwackelte Aufnahmen zu machen. Ganz ohne Stabilisierung würde ich nicht empfehlen aus der Hand zu filmen.
 
Wer professionellere Aufnahmen machen will dem werden die flachen Bildprofile fehlen, damit man mehr Spielraum in der Nachbearbeitung hat und ein Mikrofoneingang damit man die Audioqualität des nicht so guten integrierten Mikrofons verbessern kann.
FAZIT & EINSATZZWECK
Der größte Pluspunkt der Kamera ist der Sensor, der liefert schöne Bildqualität sowohl im Video als auch Fotobetrieb. Durch die Größe lassen sich auch noch schöne Aufnahmen bei schlechtem Licht realisieren. Ebenfalls toll ist die Möglichkeit Bokeh zu erzeugen, das kann die Kamera sehr gut und steht in vielen Fällen größeren Sensoren um nicht viel nach. Die A6000 ist klein, sie ist leicht und der super Autofokus machen sie zu einer richtigen interessanten Alternative. Am interessantesten ist aber sicher der Preis der im Laufe der Jahre sehr sehr attraktiv geworden ist.
  • Sensor
  • Bildqualität | Foto & Video
  • Größe & Gewicht
  • Autofokus
  • Preis
Leider gibt es aber doch ein paar Kritikpunkte. Viele davon haben eher mit der Bedienung und der Benutzung zu als wie mit den Funktionen, die geliefert werden. Insgesamt ist die Bedienung und das Menü nicht das intuitivste. Das fängt an bei einem eher komplexen Menü, bis hin zu einem ungünstig platziertem Video Record Button. Alles nichts tragisches aber summiert doch ein Nachteil. Es ist zwar positiv das es in dem Preissegment einen Sucher gibt, der löst aber nicht besonders scharf auf und auch das Display ist recht klein, spiegelt leicht und ist nicht das Schärfste. Der Akku ist leider auch recht klein, wenn man in den Flugmodus schaltet kann man aber mehr Laufzeit rausholen. DAs Überhitzungsproblem im Videomodus bei längeren Aufnahmen ist einer der größten Kritikpunkte. Wird die Kamera zu warm so schaltet sie sich einfach ab und man muss warten bis man wieder filmen kann. Im Videobetrieb stören vor allem der fehlende Bildstabilisator, sowie für ambitionierte Anwender die flachen Bildprofile und Mikrofon Eingang.
  • Bedienung
  • Sucher & Display
  • Überhitzung beim Filmen
  • Akku Kapazität (Lösung: Flugmodus)
  • Bildstabilisator
Insgesamt ist die A6000 eine sehr gute Kamera, die sich an manchen Ecken aber doch Schwächen erlaubt. Wer einen günstigen Einstieg in die ambitioniertere Fotografie sucht oder auch filmen mag ist mit der Kamera sehr gut bedient. Vor allem die günstigen Sony E Mount aps c Objektive komplettieren das tolle Angebot. Die Kamera eignet sich perfekt für Landschaftsfotografie, Architektur, Tiere, Sport, Urlaub, Menschen und zu Hause für Familienfotos oder Filme. Viele der angeführten Schwächen werden hier kaum eine Rolle spielen oder man findet gute Workarraounds. Wer hauptsächlich filmt, speziell die Portraitfotografie oder Tier bzw. Sportfotografie forcieren will oder generell eine Kamera sucht mit der ein Einstieg in die professionelle Fotografie möglich sein soll, sollte sich vielleicht nach Alternativen umsehen. 

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